Kosten & Honorar

Kein Mandat ist zu klein – und Kosten sind kein Thema, um das man herumreden sollte. Wer einen Anwalt beauftragt, will wissen, womit er rechnen muss. Deshalb werden Kosten von Anfang an offen angesprochen – aber auch das gehört dazu: Nicht jedes Mandat passt zu einer spezialisierten, aufwandsbezogenen Arbeitsweise.

Wichtig vorab: In den meisten Mandaten erfolgt eine stundenbasierte Abrechnung

In den Tätigkeitsbereichen der Kanzlei erfolgt die Abrechnung häufig nach aufgewendeten Stunden. Bitte planen Sie in Konstellationen mit Steuerbezug (Regelfall) zusätzlich die Kosten für einen kooperierenden und spezialisierten Steuerberater ein: Anwalt und Steuerberater sind zwei getrennte Leistungen, die für eine nachhaltige Lösung in vielen Fällen notwendig sind.

Abrechnung nach Zeit

Die gesetzlichen Gebühren nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz richten sich nach dem Gegenstandswert und machen die Kosten in Standardfällen gut kalkulierbar. In diesen Tätigkeitsbereichen sind sie allerdings häufig keine geeignete Grundlage – weil der Gegenstandswert den tatsächlichen Aufwand und das Haftungsrisiko schlicht nicht widerspiegelt.

Die Bearbeitung erfolgt in der Regel auf Stundenhonorarbasis, weil das den tatsächlichen Aufwand fair abbildet. Der Stundensatz richtet sich nach der Schwierigkeit der Angelegenheit, dem Haftungsrisiko und dem wirtschaftlichen Gewicht dessen, was für Sie auf dem Spiel steht. Das Honorar wird so ausgestaltet, dass es für Mandanten vertretbar ist und zugleich mit Aufwand und Risiko im Einklang steht.

Dabei gilt: Anspruchsvolle Rechtsberatung in komplexen Angelegenheiten lässt sich nicht zum Preis einer Standardberatung leisten. Das hat nichts mit Kanzleiambition zu tun, sondern damit, dass die Qualität der Bearbeitung stimmen muss – denn am Ende hängt Ihr Ergebnis davon ab.

  • Abrechnung nach Aufwand: Stundenhonorar statt schematischer Gegenstandswerte
  • Honorar mit Augenmaß: Schwierigkeit, Risiko und wirtschaftliche Bedeutung werden berücksichtigt
  • Klare Erwartung: Komplexe Fälle brauchen eine entsprechend sorgfältige Bearbeitung

Tipp: So beeinflussen Sie die Kosten positiv

Mandanten haben erheblichen Einfluss auf den Gesamtaufwand. Je besser Sie Ihre Unterlagen vorbereiten und den Sachverhalt chronologisch zusammenfassen, desto weniger Zeit verbringt der Anwalt mit Sichten und Rückfragen – und desto niedriger fällt die Rechnung aus. Frühzeitiges Handeln hilft ebenfalls: Wer ein Problem im Frühstadium angeht, braucht in der Regel deutlich weniger Stunden als jemand, bei dem die Situation bereits eskaliert ist.

Zusammenarbeit mit spezialisierten Steuerberatern

Gerade in den Bereichen Steuerrecht, Erbrecht, Gesellschaftsrecht und Krypto-Sachverhalten gibt es kaum ein Mandat, das rein rechtlich zu lösen wäre. Steuerliche Berechnungen, Nachererklärungen, Strukturierungsfragen: Das ist originäre Steuerberater-Arbeit, und es wäre unseriös, so zu tun, als könnte ein Anwalt das nebenbei miterledigen.

In den meisten Spezialfällen erfolgt daher eine enge Zusammenarbeit mit hochspezialisierten Steuerberatern. Nicht aus Bequemlichkeit, sondern weil dies regelmäßig die besten Ergebnisse bringt. Zwei Spezialisten, die abgestimmt arbeiten, liefern keine halben Sachen – sondern ein Gesamtergebnis, das hält.

  • Klare Aufgabenteilung: Der Anwalt verantwortet die rechtliche Strategie, der Steuerberater die steuerliche Aufarbeitung und Berechnung
  • Separate Kosten: Der Steuerberater rechnet eigenständig ab – das sind zwei getrennte Leistungen, die sich ergänzen
  • Kein Doppelaufwand: Durch enge Abstimmung macht jeder das, was er am besten kann

Auf die zu erwartenden Gesamtkosten wird von Anfang an hingewiesen – Anwalts- und Steuerberaterkosten zusammen –, damit von Beginn an ein realistisches Bild besteht.

Kurz zusammengefasst

  • Ein Ziel: Das fachlich beste Ergebnis für Ihren konkreten Fall
  • Zwei Rollen: Rechtliche Strategie durch den Anwalt, steuerliche Umsetzung durch den Steuerberater
  • Volle Kostentransparenz: Erwartbare Gesamtkosten werden früh offen angesprochen

Ein Wort zur Perspektive

Ein Spezialist, der Ihr Problem in zehn Stunden zu einem guten Ergebnis führt, ist günstiger als ein Generalist, der vierzig Stunden braucht und das Ergebnis trotzdem nicht erreicht – selbst wenn sein Stundensatz nur halb so hoch ist. Die entscheidende Frage ist nicht, was der Anwalt pro Stunde kostet. Sondern was es kostet, den falschen zu nehmen.

Transparenz von Anfang an

Vor Beginn eines Mandats erfolgt eine klare Vergütungsvereinbarung. Im laufenden Mandat erfolgt eine regelmäßige Information über den bisherigen Aufwand. Wenn sich abzeichnet, dass der geschätzte Rahmen überschritten wird, wird dies vorab angesprochen – nicht erst im Nachgang.

Je nach Fallkonstellation können im Rahmen der Ersteinschätzung auch andere Vergütungsmodelle geprüft und besprochen werden.

  • Vor Mandatsbeginn: Klare Vergütungsvereinbarung
  • Im laufenden Mandat: Regelmäßige Information über den bisherigen Aufwand
  • Bei Abweichungen: Frühzeitiger Hinweis vor Überschreitung des Rahmens

Kosten klären, bevor es losgeht

Sie haben eine rechtliche Fragestellung und möchten wissen, was die Bearbeitung voraussichtlich kostet? In einer Ersteinschätzung werden Sachverhalt, Aufwand und die zu erwartenden Kosten transparent eingeordnet – offen und ohne Überraschungen.